Für die meisten war es der erste Theaterbesuch überhaupt. Viele hatten kaum eine Vorstellung davon, was sie erwarten würde. Doch bereits in den ersten Minuten stieg die Spannung: Musik, geheimnisvolle Gestalten, die plötzlich ins Publikum sprangen – der Einstieg war so mitreißend, dass die Aufmerksamkeit der Zuschauerinnen und Zuschauer sofort gefesselt war. Die Spannung ließ bis zum Ende nicht nach, denn die Szenen führten immer tiefer in das dramatische Geschehen hinein.

 

Schülerstimmen im Bus auf dem Rückweg:

 

         „Es war so spannend vom ersten Moment bis zum Schluss, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie schnell die eineinhalb Stunden vorbei waren.“

 

         „Alles wirkte so realistisch, als würde es wirklich passieren.“

 

         „Auch wenn ich nicht alles verstanden habe, fand ich die Aufführung sehr interessant und konnte trotzdem vieles erschließen.“

 

        „Ich fand es erstaunlich, dass man mit so wenig Dekoration und nur 3–4 Farben komplett unterschiedliche Räume entstehen lassen kann.“ – „Ja, stimmt: viel Schwarz, Blau und etwas Rot. Sind das vielleicht die französischen Farben?“

 

        „Der Schauspieler, der den jungen Edmond Dantès gespielt hat, war am besten – und süß!“

 

         „Ich habe nicht ganz verstanden, wer dieser Mann in Schwarz war … war das die ‚Vengeance‘ in ihm?“ – „Ja, Dantès war von der Rache besessen.“

 

         „Krass, die Szene mit dem Spiegel – da wurde Dantès doch zum Grafen von Monte-Cristo?“ – „Ja, und Villefort hat es echt verdient …“

 

         „Habt ihr so viel verstanden? Ich habe nur ‚Le capitaine, le capitaine!‘ verstanden – aber eines sag ich euch: Theater ist besser als Kino! Alles passiert echt: Text, Gesang, Tanz, schnelle Kostümwechsel – da darf man keine Fehler machen!“

 

         „Sie haben so gut gespielt, mit so vielen Emotionen!“

 

        „Der Saal war groß und voll, und alle waren so leise, dass man jedes Geräusch hören konnte …“

 

         „Wie konnte sie sich so viel Text merken? Nicht ein einziges Mal hat sie gestottert!“

 

         „Ich konnte leider nicht alles sehen – große Mädchen saßen vor mir. Das war ärgerlich.“

 

         „Ich war etwas verwirrt, wer in welchem Moment Dantès war. Beim Lesen gab es doch nur einen …“

 

„Du hast nicht aufgepasst J! Einer war Dantès vor dem Gefängnis, und der andere danach – er wurde doch zum Grafen von Monte-Cristo.“

 

        „Sie haben so schnell gesprochen! Ich konnte nicht alles verstehen, aber es war trotzdem spannend.“

 

         „Ich habe mich amüsiert – echt cool alles! Ich würde immer wieder hingehen.“

 

        „Bei mir hat der Bauch geknurrt – keine Ahnung warum.“

 

         „Die Szene mit dem Meer aus dem blauen Stoff fand ich wunderschön.“

 

         „Als die ‚Leiche‘ ins Wasser geworfen wurde, war das eher witzig als tragisch.“

 

         „Alles sah und echt aus. Es fiel mir  leicht, so lange sitzen zu bleiben.“

 

         „Die Szenen waren perfekt eingeübt: Musik, Licht, Geste, Gesang, alles halt“

 

         „Die Schauspieler waren total sympathisch, und es war richtig cool, dass wir Fotos mit ihnen machen durften.“

 

         „Ich wollte auch eine Frage stellen, aber ich habe mich nicht getraut.“

 

         „Ich habe gefühlt alles verstanden – zumindest hatte ich das Gefühl. Es war überwältigend für mich. Danke, dass ich die Möglichkeit hatte, das zu erleben: mein erstes Theaterstück überhaupt! ...Und die Brücke über die Weser, die im Nebel versteckt war, fand ich geheimnisvoll und schön.“

 

In der Abschlussrunde haben sich sogar drei unserer Schülerinnen getraut, den Schauspielerinnen und Schauspielern vor dem gesamten Publikum Fragen zu stellen – natürlich auf Französisch, da sie kein Wort Deutsch sprechen. Ein aufregender, aber auch ein echter Glücksmoment.

 

Schüler und Schülerinnen der Französischkurse 8-10R & M.V.